Beim Spielzeugkauf auf Nummer sicher gehen


Wir Eltern sind auch gefordert

Kinder sind besonders schutzbedürftig, denn ihre Neugierde ist grenzenlos; sie richtet sich auf alles, was in ihren Blick gerät. Spielen ist für sie vom ersten Augenblick an lebensnotwendige, um ihre Welt zu erkunden und das Unbekannte zu entdecken. Sie wollen interessante und aufregende Spielmöglichkeiten, die sich im Laufe ihrer Kindheit ständig verändern. Keine Norm wird dies ändern. Das macht deutlich, dass Kinder per se Risiken und Gefahren, Unfällen und Verletzungen ausgesetzt sind.

Es verlangt von uns Eltern also in erster Linie mehr Aufmerksamkeit und Anteilnahme am Spiel unserer Kinder. Denn Kinder, die Gefahren bewältigen, gewinnen Selbstvertrauen.

Sicherheit
Sicherheit

Klares Bekenntnis zu größtmöglicher Sicherheit

Kinder sind aber auch schutzbedürftige Konsumenten. Die Weiterentwicklung der EU-Spielzeugrichtlinie aus dem Jahr 1988 ist deshalb ein folgerichtiger Schritt, um der Entwicklung von neuen Materialien und Herstellungsverfahren Rechnung zu tragen. Sie trägt damit zur Entwicklung der gesamten Branche bei, die sich zur Eigenverantwortung bekennt, aber klare Spielregeln wünscht. Die in der Europäischen Richtlinie formulierten Anforderungen, die insgesamt 11 Teile umfasst, sind besonders hoch. Sie definieren, was Spielzeug ist und welche Anforderungen an die mechanische, physikalische, elektrische und chemische Sicherheit des Spielzeugs zu stellen sind. Den nationalen gesetzlichen Rahmen für die Spielzeugrichtlinie liefert vor allem das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) und die DIN 50088. Zudem geben Labels und Gütesiegel eine Orientierung.

 

Tipps für den Einkauf:

  • Nehmen Sie sich Zeit! Hier gilt als Faustformel: Das kompetente Fachgeschäft schlägt im Zweifelsfall immer den Discounter!
  • Lassen Sie sich die Produkte ausführlich vorstellen und genau erklären. Das erspart nachträglichen Ärger.
  • Achten Sie auf Altersbeschränkung, Verarbeitung, Stabilität des Spielzeugs und Warnhinweise.
  • Das GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit. Spielzeug mit hohem pädagogischen Anspruch tragen das „spiel gut“-Signet. CE ist kein Gütesiegel.
  • Schauen Sie nicht nur auf den Preis. Kaufen Sie lieber weniger, aber dafür hochwertiger.
  • Gute Verkäufer verkaufen Spielzeug, das zu ihrem Kind passt, aber nicht unbedingt zu den Vorlieben des Verkäufers.

Die wesentlichen Änderungen der Spielzeugrichtlinie:

  • Verbot von krebserregenden oder erbgutverändernden Stoffen
  • Verbot von allergenen Duftstoffen
  • Verbot von Spielzeug, das fest mit Lebensmitteln verbunden ist
  • Senkung der Grenzwerte von Chemikalien
  • Anbringung von klar definierten Warnhinweisen für bestimmte Spielzeugkategorien
  • Strengere Kontrollpflichten für Hersteller und Importeure
  • Durchführung und Dokumentation von umfangreichen Sicherheitstests durch Hersteller und Importeure

Darüber hinaus bestehen auch Möglichkeiten der Selbstverpflichtung, die über Normen weit hinausgehen. Gut 80 % aller Spielwaren, die weltweit auf den Markt kommen, stammt aus China. Neben den gesetzlichen Sicherheitsstandards werden auch Mindestanforderungen an Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit immer wichtiger für Kaufentscheidungen.

Sicherheit

Die Mehrheit der deutschen Spielwarenanbieter arbeitet mit Partnern zusammen, die ICTI und BSCI-Standards erfüllen. SPIEL & SPASS geht sogar noch einen Schritt weiter und führt eigene, unangekündigte Audits in den Fabriken durch. Zudem finanziert das Unternehmen durch den Verkauf seiner Eigenmarke „Fun Company“ die Jugend- und Sozialarbeit der Ordensgemeinschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Größtmögliche Sicherheit bei Spielzeug als auch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung gehen also durchaus zusammen.


Sicherheit

Mehr als der Gesetzgeber verlangt

Spielzeug


Seit dem 20. Juli 2011 gelten in Deutschland strengere Anforderungen für die Sicherheit von Spielzeug.
Dennoch fragen sich viele: Welches Spielzeug kann ich bedenkenlos kaufen? Auf welche Gütesiegel und Labels muss ich achten? Ist Qualitätsspielzeug teurer? Eltern machen sich berechtigte Sorgen, wenn es um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Kinder geht. In den vergangenen Jahren erschütterten immer wieder Rückrufaktionen und Schlagzeilen wie „Gift in Spielzeug“ und „Alarm im Kinderzimmer“ das Vertrauen der Verbraucher.

Berichterstattungen in den Medien verschärften den Glaubwürdigkeitskonflikt, indem sie die gemessenen Schadstoffwerte für die getesteten Produkte nicht veröffentlichten. Gleichzeitig wurden die gesetzlichen Grenzwerte als zu hoch anprangert, um auf diese Art gut 80 % der untersuchten Spielwaren als „belastet“ zu bewerten. Die Folgen bekamen selbst viele Markensteller zu spüren, die ihre Spielsachen vor Markteinführung von unabhängigen Prüfinstituten über die gesetzlichen Regelungen hinaus getestet hatten.